Pferde

Pferde sind äußerst stämmige Tiere mit verhältnismäßig großen Köpfen, um mit dem Aussehen dieser faszinierenden Tiere zu beginnen. Die langen Gliedmaßen gelten praktisch als ein Markenzeichen. Größe und Gewicht von Pferden können erheblich variieren. Ein ausgewachsenes Pferd kann so zwischen 175 und 450 Kilogramm schwer werden. Das Fell von Pferden ist dicht und kurz. Die meisten Arten fallen dadurch auf, dass sie am Kopf und am Schwanz langes Haar haben. Die Fellfärbung ist häufig grau oder braun, jedoch nur an der Oberseite. An der Unterseite sind sie eher weißlich-grau. Häufig finden sich auch Streifen an den Schultern und Gliedmaßen. Dies ist aber nur bei gewissen Arten der Fall. Beispielsweise kann das Zebra als eine Art der Pferde damit punkten.

Wildpferde leben heutzutage im östlichen und südlichen Afrika und auch in den zentralen Regionen Asiens. Das Verbreitungsgebiet der Pferde ist in den letzten Jahrhunderten erheblich zurückgegangen. So sind Pferde beispielsweise auf dem amerikanischen Kontinent vor rund 10.000 Jahren aus unerklärten Gründen ausgestorben. Auch das westliche Europa kann sich seit derselben Zeit nicht mehr mit dieser Tiergattung brüsten.

Dagegen stehen selbstverständlich das Hauspferd und der Hausesel, die weltweit verbreitet sind. Die größte Anzahl dieser Tiere findet man in Australien. Aber auch in den USA und anderen Ländern findet man sie häufig wieder. Der Lebensraum von Pferden wird in Form von offenen weiten Geländen dargestellt. So findet man sie auch sehr häufig in Savannen und Steppen. Aber auch trockenere Gegenden, wie beispielsweise Wüsten und Halbwüsten zählen zu dem bevorzugten Lebensraum von Pferden.

Was die Wenigsten wissen: Pferde sind in der Regel dämmerungs- und nachtaktiv. Jedoch gehen sie auch tagsüber auf Nahrungssuche. Das Sozialverhalten dieser Tiere kann relativ unterschiedlich ausfallen, sodass keine einheitliche Definition möglich ist.

Häufig sieht man es beispielsweise, dass gewisse Pferdearten sich zu Tierverbänden zusammenfügen. Jedoch besteht keine dauerhafte Bindung bei erwachsenen Pferden. Bei anderen Arten wiederum erkennt man, dass Hengste eine stutengeführte Herde überwachen. Dabei kann es auch zur Bildung größerer Herden mit einer Rangordnung kommen. Die Kommunikation untereinander erfolgt mittels Gesten. So sagt beispielsweise die Haltung der Ohren, des Kiefers oder des Schwanzes jede Menge aus. Aber auch die Laute, die diese Tiere von sich geben, können der Kommunikation dienen. Pferde sind ausschließlich Pflanzenfresser. In erster Linie gehören Gräser zu ihren Nahrungsmitteln. In unterschiedlichem Ausmaß können auch Blätter und andere Pflanzenteile gefressen werden. Hauspferde haben zudem die Eigenschaft, dass sie verhältnismäßig viel trinken. In anderen Gegenden können die Tiere jedoch auch eine lange Zeit ohne Wasser auskommen. In der Regel haben Pferde eine Reihe natürlicher Feinde. In erster Linie zählen dazu größere Raubtiere, wie beispielsweise Hyänen, Wölfe und Wildhunde. Pferde sind Fluchttiere, so wie zahlreiche andere Huftiere auch. Das heißt auch, dass das Pferd auf schnelles und vor allem langes Laufen eingestellt ist. Liegt eine Bedrohung vor, versuchen Pferde in der Regel zu flüchten. Huftritte und schmerzhafte Bisswunden können ebenfalls ein Resultat sein, wenn Pferde sich beengt fühlen.